SPD-Ortsvereine Kirchen- und Niederlamitz zu Besuch im Schloß

Ideal für Kultur und Veranstaltungen

Auf dem Bild (von links): Thomas Junger (mit Sohn), Alfred Raithel, Karin Schreyer, Tanya Dannhorn, André Schlötzer, Rudolf Röll, Thomas Schwarz, Florian Gärtner, Werner Eck und Luise Schödel, die die Kandidaten durch das Gebäude führte.  Das Bild machte Stadtratkandidatin Katrin Lyda.

Überall stehen Eimer und Wannen herum. Sie sollen den Regen auffangen. Das Dach des Kirchenlamitzer Schlosses ist an vielen Stellen undicht, das Gebälk porös, in den Mauern breitet sich Schwamm aus. „Das Dach gehört zu den wichtigsten Punkten bei der Sanierung. Es wird als erstes in Angriff genommen", erklärte Luise Schödel den Mitgliedern der SPD-Ortsgruppen Kirchen- und Niederlamitz. Rund 1,5 Mio Euro werden in die Sanierung des ehemaligen Amtshauses investiert. Einen Großteil davon steuern Zuschüsse bei – 500000 Euro kommen vom Freistaat, 450000 von der Oberfrankenstiftung, dazu Beträge aus der Städtebauförderung und natürlich Eigenmittel des Inhabers, Dr. Klaus Jahnke. Im März 2008 soll der Baubeginn erfolgen. Es wird höchste Zeit für das historische Gebäude.

Einen Eindruck vom Zustand und den Möglichkeiten des dreistöckigen Hauses, das im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt ist, verschafften sich die Mitglieder der SPD-Ortsgruppen Kirchen- und Niederlamitz. Zunächst ging es für die Besucher, allen voran zweiter Bürgermeister Thomas Schwarz, die Stiegen hinauf bis zu den ehemaligen Amtsräumen.

In einem Zimmer ist das Podium, von dem aus der Richter seine Urteile verkündete, noch erkennbar. Die ehemals schönen Holzfußböden haben jedoch stark gelitten. Auch hier müssen Gefäße den von oben durchdringenden Regen auffangen. Von einigen Räumen besteht ein schöner Blick zum Kirchenlamitzer Hausberg, dem Epprechstein. Seit im Jahr 1553 die Burg Epprechtstein abbrannte, erfolgten die Amtsgeschäfte im Stadtschloss. Das Haus mit seinem wehrhaften Charakter - dicke Mauern, kleine Fenster, auch einen Wassergraben hat es einst gegeben - ist aber viel älter. 1371 erstmals wurde es erwähnt.

Stadtarchiv, Bibliothek, Lesungen, Konzerte – die Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung sind vielfältig. Und sie sind Voraussetzung für Förderungen der öffentlichen Hand. „In jedem Fall lässt sich mit etwas Phantasie gut vorstellen, wie das Haus nach der Sanierung aussehen kann – mit frisch gedecktem Dach, heller Fassade, neuen Fenstern und rot-weißen Fensterläden", schwärmt Thomas Schwarz. Die Kandidaten und Stadträte bieten ihre Unterstützung an für Ideen und Konzepte, um die historischen Mauern mit ihren schönen Gewölben und imposanten Säulen wieder mit Leben zu füllen.

Die Inhaber freuen sich heute schon auf die „Zeit danach": Die ersten Schritte sind getan, der Bauantrag liegt bereits dem Landratsamt vor. „Drei Jahre sind für die Sanierung veranschlagt", sagt Luise Schödel. Danach wird Kirchenlamitz um ein Schmuckstück reicher sein.

Text und Bilder Katrin Lyda